
Im Public Health Index 2025 der AOK belegt Deutschland bei der Umsetzung wirksamer Präventionsmaßnahmen in Europa einen der letzten Plätze. Dabei haben wir eines der teuersten Gesundheitssysteme der EU. Der Bericht beschreibt ein bekanntes Muster: Freiwillige Appelle und Eigenverantwortung erreichen vor allem jene, die sich ohnehin gesundheitsbewusst verhalten. Viel Präventionspotenzial bleibt ungenutzt.
66 Prozent der Menschen in Deutschland fühlen sich häufig oder manchmal gestresst. Das zeigt der TK-Stressreport 2025.
Vielleicht scheitert Prävention also nicht nur an fehlendem Wissen. Vielleicht scheitert sie auch daran, dass Appelle genau dort landen, wo Menschen längst unter Druck stehen. Was dann wie Ignoranz aussieht, ist oft der Versuch, Einfluss, Selbstbild und innere Stabilität zu schützen.
"Egal, was du tust, tu es aus einem guten Zustand heraus." (Sebastian Mauritz)
Wenn wir neue Gewohnheiten nicht durchhalten, liegt das oft nicht an fehlender Einsicht, sondern an dem Sicherheitsgefühl, das alte Muster uns geben. Was von außen wie Widerstand wirkt, ist oft ein Schutzreflex. Gunther Schmidt bezeichnet das Zurückkehren in ungewünschte alte Muster als „Ehrenrunden“. Wenn wir uns mit diesen Ehrenrunden anfreunden, behalten wir eher die Kraft, es erneut zu versuchen.
Deshalb interessiert mich weniger, wie wir Menschen noch besser belehren.
Mich interessiert eher, wie wir einen Zustand herstellen, aus dem Veränderung überhaupt wieder möglich wird.
Genau dort setzt für mich Selbstführung an – nicht als Morallehre, sondern als begleitete Praxis neuer Erfahrung.
Wenn du lernen möchtest, deiner Entwicklung den Druck zu nehmen und mehr Handlungsspielraum zu gewinnen, lade ich dich zu einem Probetermin für Selbstführung ein. Den Link findest du in den Kommentaren.
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